Immer mehr Blog­ger, Selbst­stän­di­ge und Unter­neh­men ver­wen­den Affi­lia­te Mar­ke­ting auf Social Media, um damit ein Ein­kom­men zu gene­rie­ren. Dabei bewer­ben sie Pro­duk­te oder Dienst­leis­tun­gen ande­rer Unter­neh­men und erhal­ten im Gegen­zug eine Pro­vi­si­on für den dadurch ent­stan­de­nen Umsatz. Aus recht­li­cher Sicht gibt es dabei eini­ges zu beach­ten. Wir zei­gen euch, wor­auf ihr beim Affi­lia­te Mar­ke­ting ach­ten müsst.

Kenn­zeich­nung bei Affi­lia­te Mar­ke­ting

Postings oder Vide­os, die Affi­lia­te Links oder Affi­lia­te Codes ent­hal­ten (sprich Codes, über die ihr ein Ver­kaufs­pro­vi­si­on erhal­tet) müs­sen als sol­che erkennt­lich sein. Das heißt, die­se Posts müs­sen ent­spre­chend als Wer­bung gekenn­zeich­net sein. Ob ein Affi­lia­te Link bzw. Code noch­mals geson­dert gekenn­zeich­net sein soll­te, ist recht­lich nicht ein­deu­tig. Um auf der siche­ren Sei­te zu sein, soll­tet ihr aber alle Links und Codes, über die ihr etwas ver­dient, als Affi­lia­te kenn­zeich­nen. Das sorgt für Trans­pa­renz und ist nur fair gegen­über euren Fol­lo­wern.

Infor­ma­ti­ons­pflicht in der Daten­schutz­er­klä­rung 

Sobald ihr Affi­lia­te Links ver­wen­det oder sogar in Part­ner­pro­gram­men seid (wie z.B. Ama­zon oder LikeTo­Kno­wIt), müsst ihr die­se Infor­ma­tio­nen in eure Daten­schutz­er­klä­rung auf­neh­men. Bei­spiels­wei­se wer­den die Daten eurer Fol­lower über das Affi­lia­te Pro­gramm ver­wen­det und aus­ge­wer­tet. Dar­auf muss man in der Daten­schutz­er­klä­rung geson­dert hin­wei­sen.

Pro­dukt­in­for­ma­tio­nen über­prü­fen

Obwohl man beim Affi­lia­te Mar­ke­ting nicht ver­ant­wort­lich ist für den Groß­teil des Ver­triebs und die Pro­duk­te auch nicht ver­sen­den muss, soll­te man den­noch kei­ne fal­schen Infor­ma­tio­nen ver­brei­ten. Pro­ble­ma­tisch ist das ins­be­son­de­re bei Preis­an­ga­ben (ein­schließ­lich ggf. Grundpreise,Mehrwertsteuer, Ver­sand­kos­ten) der Pro­duk­te, die sich bei­spiels­wei­se auf Ama­zon stän­dig ändern. Da kann es rat­sam sein, ent­we­der kei­nen Preis im Text anzu­ge­ben oder ein fle­xi­bles Wid­get, das die Preis­an­ga­ben stän­dig aktua­li­siert.

Urhe­ber­recht beim Affi­lia­te Mar­ke­ting

Auch bei einer Part­ner­schaft wie dem Affi­lia­te Mar­ke­ting gilt das Urhe­ber­recht bei Bil­dern, Gra­fi­ken und Tex­ten. Wenn ihr also Bil­der oder gan­ze Tex­te vom Her­stel­ler der Pro­duk­te über­nehmt, infor­miert euch vor­her und holt euch die aus­drück­li­che Geneh­mi­gung, die­se ver­wen­den zu dür­fen. Im Zwei­fels­fall lohnt es sich, selbst die Kame­ra in die Hand zu neh­men und eige­ne Bil­der und Tex­te zu erstel­len. Das passt meist bes­ser zum Bran­ding und recht­lich seid ihr auf der siche­ren Sei­te.

News­let­ter nur mit Dou­ble-Opt-In Ver­fah­ren

Wer in sei­nen News­let­ter Links mit Affi­lia­te Pro­vi­si­on ein­baut, soll­te dar­auf ach­ten, dass alle Emp­fän­ger der Mails über das Dou­ble-Opt-In Ver­fah­ren ein­ge­tra­gen sind. Beim Dou­ble-Opt-In Ver­fah­ren müs­sen Nut­zer aus­drück­lich der Ver­ar­bei­tung ihrer Daten zu Mar­ke­ting­zwe­cken zustim­men. Wer sich die­se Zustim­mung nicht ein­holt und Affi­lia­te Mar­ke­ting per Mail betreibt, läuft Gefahr abge­mahnt zu wer­den.